Objektname

Nangasohu (Jagdstern- oder Meteorkatsina / Planeten-Katsina, Fallender-Stern-Katsina [Wächter])

Künstler

Hubert Taylor

Entstehungsort

Hopi, Third Mesa, Oraibi und Kykotsmowi

Datierung

2003

Provenienz

Sammlung Antonio und Christin Ferretti

NONAM Inv. Nr.

2018-FE-00066

Material

Cottonwood (Wurzelholz der Pappel), Farben

Maße

28,5 x 13,3 x 9cm

Zeremonien

Gemischte Tänze, Bohnentanz (Prozession), Paalölöqang

Beschreibung

Die aus einem Stück Cottonwood geschnitzte tihu ist als Nangasohu identifiziert. Der Kopf der tihu ist grün gefasst und mit Röhrenaugen und einer Schnauze ausgestattet. Die Ohren sind in der Form eines halben Ovals geschnitzt worden und mit weißen hervorstehenden Teilen besetzt. In der Mitte des Gesichts ist ein schwarzes Sternsymbol aufgemalt. Der Kopf ist oberhalb der Stirn weiß gefasst und auf dem Kopf befindet sich ein liegender Kopfschmuck, der nicht identifizierbar ist. Hinter dem Kopf hängt ein Kopfschmuck aus Federn bis zu den Füßen. Am Hals hat die Figur eine dicke Krause. Der Oberkörper ist ebenfalls grün und wie auf dem Gesicht befindet sich auf der Brust ein schwarzer Sternsymbol. Außerdem hält die Figur in der rechten Hand eine Rassel und in der linken Hand einen Stab oder eine Peitsche aus Yucca- Blättern. Die Figur trägt am Unterkörper einen braunen Rock, der bis zu den Stiefeln geht. Die türkisfarbenen Mokassins sind an den Knöcheln mit roten Bändern verziert. In einer Schritthaltung steht die tihu auf einem hohen Sockel, der aus einer Baumstammscheibe angefertigt wurde.

Wissenschaftliche Einordnung

Nangasohu wird von den Hopi entweder als Planeten- oder als Meteoriten-Katsina identifiziert. Was er genau bedeutet, ist aber nicht sicher. Wenn er als Paar bei den verschiedenen Zeremonien erscheint, ist er durch sein ungewöhnliches Erscheinungsbild leicht zu identifizieren. Dabei stechen zwei Merkmale besonders hervor: einerseits der Kopfschmuck aus Adlerfedern, der stark an die Federhauben der Plains erinnert; andererseits die Tatsache, dass er statt eines Gesichts in der Regel nur ein schwarzes Kreuz aufweist. Dieses ist bei der tihu aus der Ferretti-Sammlung zum größten Teil von Mund und Augen verdeckt. Ungewöhnlich ist auch, dass die sonst übliche Glocke durch eine Rassel ersetzt ist.

Verwendete Literatur

Colton 1959, Haberland 1980, Wright 1977

Name der/s Bearbeiter*in

Ali Hwajeh

Stand der Bearbeitung

13.08.20

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